Gemeinsam ist´s leichter

19.04.2021

Ein Ziel, zwei Freunde und die Motivation. 2021 ist diese für Tanja und Daniel spürbar und der hep Triathlon Heilbronn powered by Audi deshalb fest im Blick. Begleitet die Beiden auf ihrer Reise!

Alina Schnizler

Wenn Tanja nachts im Bett liegt, beginnt sie manchmal zu zweifeln. Sie beginnt dann zu zweifeln, ob es wirklich so eine gute Idee war, sich für den hep Triathlon Heilbronn powered by Audi 2021 anzumelden. Sie überlegt dann, ob sie es schafft, drei verschiedene Sportarten in Folge zu absolvieren. Sie überlegt dann, ob es ihr gelingt, nach 20 Kilometern auf dem Rad noch fünf Kilometer zu laufen. Und sie überlegt dann, ob die Zeit bis zu dem Wettkampf nicht viel zu schnell vergeht. In solchen Nächten - oder spätestens am nächsten Morgen – greift sie dann zu ihrem Handy und schreibt Daniel. „Er schafft es immer, mich wieder aufzubauen“, sagt Tanja.

Team Tacki & Habi

Tanja, 31, Spitzname Tacki, und Daniel, 32, Spitzname Habi, sind Leidensgenossen. Oder Aufbauhelfer. Oder Trainingspartner. Oder Gemeinsam-auf-dem-Weg-zum-ersten Triathlon-Freunde. Je nach Sichtweise, Tagesform und persönlicher Gefühlslage.
Auf jeden Fall haben sich die beiden, die sich seit gemeinsamen Studienzeiten in Schwäbisch Gmünd kennen und seitdem befreundet sind, vorgenommen, beim Triathlon Heilbronn 2021 zu starten. Es wird nicht nur ihr erster Triathlon sein. Sondern sogar der erste wirkliche sportliche Wettkampf ihres Lebens.

Komfortzone, ade

Ihre Anfänge nahm diese Idee am Jahreswechsel von 2019 auf 2020. „Es war“, so sagt Tanja, „eine klassische Schnapsidee.“ Man unterhielt sich auf der Silvesterparty übers Älterwerden, über die damit oftmals verbundene Gewichtszunahme und über Ziele für das kommende Jahr. Am Ende stand ein gemeinsames Ziel der Clique: 2020 einen Triathlon, eine Challenge im Freundeskreis zu absolvieren: zusammen ein Wochenende verbringen, bei einem Wettkampf starten, natürlich auch schauen, wer dort am besten abschneidet - vor allem aber eines haben: jede Menge Spaß und ein paar schöne Tage.
Dann kam Corona. Und schnell war die Challenge vergessen.
Bis Daniel sich Ende des vergangenen Jahres sagte: Für 2021 muss ich mir nicht nur Ziele setzen. Sondern diese auch angehen. Um den Druck auf sich selbst zu erhöhen, meldete er sich beim Triathlon Heilbronn, dem Wettkampf in seiner Heimatstadt, an. Tanja war die Einzige aus dem Freundeskreis, die mitzog und sich ebenfalls anmeldete.

Bewegung war bei mir gleich null

Tanja hat Daniel eines voraus: Sie hat schon einige Sportarten ausprobiert, diese allerdings niemals langfristig ausgeübt. „Mir geht im wahrsten Sinne des Wortes immer schnell die Puste aus“, sagt sie. Sie mag die Monotonie einer Sportart nicht, braucht Abwechslung: „Daher bin ich mir sicher, dass mir Triathlon langfristig gefällt. Habe ich mal keine Lust aufs Laufen, kann ich Rad fahren oder Schwimmen gehen.“ 2020 hat sie mit Crossfit begonnen und sich damit eine Ausdauergrundlage geschaffen.
Daniel war hingegen über Jahr(zehnt)e der Anti-Sportler, der sich zudem nicht besonders gesund ernährte - und in den vergangenen Jahren entsprechend zunahm. „Bewegung war bei mir gleich null“, sagt er. Er ist mal regelmäßig geschwommen für zwei Jahre. Da war er zwölf, 13 Jahre alt.

Routinen schaffen

Seit Jahresbeginn, seit er angefangen hat, regelmäßig Sport zu treiben, hat er sechs Kilogramm abgenommen. „Das motiviert natürlich ungemein“, sagt er. Auch wenn die sportlichen Anfänge nicht einfach waren. „Im Januar konnte ich keine drei Kilometer am Stück laufen“, sagt er. Doch er hat nicht aufgegeben. Mittlerweile schafft er fünf Kilometer ohne Pause - in einer für ihn akzeptablen Zeit. „Der Schritt zum regelmäßigen Sporttreiben ist gar nicht so schwer, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hätte es schon früher schaffen können“, sagt er.

Zweifel, ade

Tanja und Daniel motivieren sich gegenseitig. Sie tauschen sich viel aus, schreiben sich regelmäßig, halten sich über ihre Fortschritte und absolvierten Einheiten auf dem Laufenden. „Wenn mir Daniel schreibt, dass er gerade auf der Rolle saß und ich die letzten Stunden auf der Couch verbracht habe, habe ich ein schlechtes Gewissen und denke, ich sollte auch noch etwas tun“, sagt Tanja. Und Daniel sagt: „Ich weiß nicht, ob ich es geschafft hätte, das alleine durchzuziehen. Wohl eher nicht. Wir pushen uns gegenseitig.“
Beide sind zuversichtlich, dass sie in rund fünf Monaten das Ziel erreichen. Spätestens dann wird Tanja nachts auch nicht mehr zweifelnd im Bett liegen.